Mein Traum von der Ankunft wurde bei einem Zwischenstopp in Bogota von einem mittelschweren Nachtmahr angefallen. Er ließ nicht mehr von mir ab. Ich wollte flüchten, doch mein Flug nach Lima ließ mich in Stich.
Delayed. Gelbe Buchstaben auf schwarzem Grund. Ein großgewachsener junger Mann beobachtete meine Gesichtszüge. Er sah sehr europäisch aus und kam aus Brasilien. Arthur verbrachte die dreizigminütige Wartezeit mit mir. Und auch jede darauffolgende. Er sprach fließend Portugiesisch, Spanisch und Englisch. Mein Glück, denn die Zeit verging und stattdessen gesellten sich spannende Fragen zu uns. Warum sind die Toilettenschüsseln in Kolumbien fast bis zum Rand gefüllt mit Wasser, so als seien sie verstopft? Wer kommt auf die Idee, auf einem Flughafen Hochflorteppich zu verlegen? Und wieso schmecken in der Luft nicht mehr alle Teesorten so gut wie am Boden?
Wir unterhielten uns über Peru und die Welt während draußen die Sonne unterging. In der zunehmenden Dunkelheit veränderten die Buchstaben ihre Formen. Cancelled. Arthur war mein Hirte und ich sein Schaf. Ohne seine Spanischkenntnisse hätte ich wohl eine weitere Nacht am Flughafen verbracht. Nach zehn Stunden verabschiedete ich mich von ihm und trottete meiner Schafherde hinterher.
Wir unterhielten uns über Peru und die Welt während draußen die Sonne unterging. In der zunehmenden Dunkelheit veränderten die Buchstaben ihre Formen. Cancelled. Arthur war mein Hirte und ich sein Schaf. Ohne seine Spanischkenntnisse hätte ich wohl eine weitere Nacht am Flughafen verbracht. Nach zehn Stunden verabschiedete ich mich von ihm und trottete meiner Schafherde hinterher.
Der Alb war am nächsten Morgen verschwunden.
Ich erreichte das tropisch anmutende Lima mit 24 Stunden Verzögerung. Dort empfing mich ein gepflegter Taxifahrer mit einem Schild in der Hand. Darauf mein Name. Ich fühlte mich besonders. Und gut aufgehoben. Denn auch er sprach überraschend flüssiges Englisch und versüßte mir die lange Autofahrt. Auf den Straßen kamen uns von jung bis alt Peruaner entgegen, die den fahrenden Autos alles Mögliche verkaufen wollten: Eis am Stil, Haarnetze oder Brotdosen. Ich spürte den Schweiß meinen Rücken hinunterrinnen. Und wollte ein Eis. Perfekter Point of Sale. Noch näher können sie den potentiellen Kunden nicht kommen. Werbewirksamkeit vor.
Wir fuhren an den schäbigen Kaufhäusern und zahlreichen Werbeanzeigen vorbei, gerade hinein in das bezaubernde Wohnviertel La Molina. Entlang der Straßen erstreckten sich auf einmal bepflanzte Grünstreifen. Hier bröckelten keine Fassaden, sondern wurden von leuchtenden Blumen umrankt. Neben einer hübschen Parkanlage erblicke ich mein zukünftiges Zuhause. Ein hoher Zaun trennt es fein säuberlich von anderen eleganten Häusern ab. Ich bin angekommen. Ein Traum. Bevor ich die Klingel drücke, hinterlasse ich meinem Taxifahrer noch meine Emailadresse. Dann werde ich Willkommen geheißen.
Ich erreichte das tropisch anmutende Lima mit 24 Stunden Verzögerung. Dort empfing mich ein gepflegter Taxifahrer mit einem Schild in der Hand. Darauf mein Name. Ich fühlte mich besonders. Und gut aufgehoben. Denn auch er sprach überraschend flüssiges Englisch und versüßte mir die lange Autofahrt. Auf den Straßen kamen uns von jung bis alt Peruaner entgegen, die den fahrenden Autos alles Mögliche verkaufen wollten: Eis am Stil, Haarnetze oder Brotdosen. Ich spürte den Schweiß meinen Rücken hinunterrinnen. Und wollte ein Eis. Perfekter Point of Sale. Noch näher können sie den potentiellen Kunden nicht kommen. Werbewirksamkeit vor.
Wir fuhren an den schäbigen Kaufhäusern und zahlreichen Werbeanzeigen vorbei, gerade hinein in das bezaubernde Wohnviertel La Molina. Entlang der Straßen erstreckten sich auf einmal bepflanzte Grünstreifen. Hier bröckelten keine Fassaden, sondern wurden von leuchtenden Blumen umrankt. Neben einer hübschen Parkanlage erblicke ich mein zukünftiges Zuhause. Ein hoher Zaun trennt es fein säuberlich von anderen eleganten Häusern ab. Ich bin angekommen. Ein Traum. Bevor ich die Klingel drücke, hinterlasse ich meinem Taxifahrer noch meine Emailadresse. Dann werde ich Willkommen geheißen.
Endlich da sein, wo ich bin.
Rätsels Lösung: Der geringe Luftdruck an Board macht es möglich, dass das Wasser bereits bei 90°C anfängt zu kochen. Das kommt nicht jedem Tee zugute. Ein fliegender Fisch flüsterte mir im Übrigens zu, dass der Luftdruck sich auch auf unsere Geschmackssinne auswirke. Forscher des Frauenhofer Instituts fanden heraus, dass Salz, Zucker und Kräuter schwächer wahrgenommen werden als am Boden. Prost.


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